Die besten Powerbanks 2026: Was die mAh-Zahl verschweigt
Die auf der Verpackung angegebene mAh-Kapazität ist nie die, die tatsächlich in Ihrem Handy ankommt — hier ist, warum, und worauf es stattdessen ankommt.

Die angegebene Kapazität ist nicht die nutzbare Kapazität
Eine Powerbank mit 20.000 mAh liefert nie tatsächlich 20.000 mAh nutzbare Ladung ans Handy. Die Spannungsumwandlung zwischen der internen Zelle (meist 3,7V) und dem USB-Ausgang (5V oder mehr) verursacht Energieverlust, dazu kommt die unvollkommene Effizienz der internen Elektronik. Das Ergebnis: In der Regel bekommt man etwa 60 bis 70% der angegebenen Kapazität als real nutzbare Ladung zurück. Das ist kein reiner Marketingtrick — die mAh-Zahl misst einfach die rohe Zellkapazität, nicht das, was wirklich im Gerät ankommt.
Die Ausgangsleistung zählt genauso viel wie die Kapazität
Eine riesige Kapazität bringt nichts, wenn das Laden langsam ist. Achten Sie auf die maximale Ausgangsleistung (in Watt) und welche Schnellladeprotokolle unterstützt werden — USB Power Delivery (PD) für die meisten aktuellen Smartphones und Laptops, oder Quick Charge für manche ältere Android-Geräte. Eine Powerbank, die 65W oder mehr über PD liefert, kann einen Laptop laden, nicht nur ein Handy, was ihren Nutzen unterwegs komplett verändert. Prüfen Sie auch, ob die angegebene Leistung an einem bestimmten Anschluss gilt: Manche Powerbanks haben mehrere Ports, erreichen die Höchstleistung aber nur an einem davon.
Passthrough-Laden, leicht übersehen aber wirklich praktisch
Passthrough-Laden erlaubt es, die Powerbank selbst aufzuladen und gleichzeitig ein anderes daran angeschlossenes Gerät zu laden — praktisch auf Reisen, wenn nachts nur eine Steckdose für mehrere Geräte verfügbar ist. Nicht jede Powerbank unterstützt das, und manche machen es schlecht (instabiles oder gedrosseltes Laden bei beiden Geräten gleichzeitig). Diese Funktion vermisst man oft erst, wenn man sie gerade braucht und nicht hat.
Fluggrenzen und Sicherheitszertifizierungen
Fluggesellschaften wenden in der Regel ein Limit von 100 Wh pro Powerbank im Handgepäck ohne Sondergenehmigung an (darüber ist oft eine Freigabe der Airline nötig, und sehr hohe Kapazitäten sind meist komplett verboten). Um mAh in Wh umzurechnen: mAh-Wert mit der Spannung (meist 3,7V) multiplizieren und durch 1000 teilen. Eine 20.000-mAh-Powerbank landet so bei rund 74 Wh, unter dem üblichen Limit. Prüfen Sie außerdem, ob das Produkt anerkannte Sicherheitszertifizierungen trägt — sie zeigen, dass die Batterie gegen Überhitzungs- und Kurzschlussrisiken getestet wurde, ein Punkt, der bei einem Gerät, das man den ganzen Tag am Körper trägt, nie vernachlässigt werden sollte.
Wer Modelle vergleichen möchte, die wirklich halten, was sie versprechen, findet sie in unserer Bestenliste der besten Powerbanks.