60 Hz oder 120 Hz: welcher Unterschied sich wirklich bemerkbar macht
Die Bildwiederholrate verändert vor allem die gefühlte Flüssigkeit, nicht die Bildqualität — und ab einem gewissen Punkt merkt das Auge nichts mehr davon.

Was die Bildwiederholrate wirklich verändert
Die Bildwiederholrate (in Hz) gibt an, wie oft pro Sekunde das Bild auf dem Display aktualisiert wird. Der Wechsel von 60 auf 90 oder 120 Hz macht das Scrollen durch Webseiten, soziale Netzwerke oder einen Newsfeed spürbar flüssiger, mit weniger Bewegungsunschärfe beim schnellen Scrollen. Das ist ein Unterschied, den die meisten Menschen sofort bemerken, wenn sie zwei Displays nebeneinander vergleichen, auch ohne ihn technisch erklären zu können.
Gaming und Reaktionsschnelligkeit: wo 120 Hz wirklich zählt
Über den visuellen Komfort hinaus verringert eine höhere Bildwiederholrate auch die Verzögerung zwischen einer Aktion — einem Tippen, einer Geste — und ihrer sichtbaren Reaktion auf dem Bildschirm. Bei schnellen oder kompetitiven Spielen kann diese geringere Latenz einen echten Unterschied im Gefühl der Kontrolle ausmachen. Bei alltäglicherer Nutzung — Nachrichten, Browsen, Videos — zeigt sich der Unterschied vor allem im allgemeinen Komfort und weniger in einer messbaren Leistungssteigerung.
Der Kompromiss mit der Akkulaufzeit
Ein Display, das sich doppelt so oft aktualisiert, verbraucht bei gleicher Helligkeit und gleichem Inhalt logischerweise mehr Energie. Das ist der eigentliche Kompromiss hinter einer hohen Bildwiederholrate: mehr Flüssigkeit, aber ein größerer Akkuverbrauch, wenn das Display dauerhaft auf der maximalen Rate bleibt — auch beim Lesen von einfachem, statischem Text, wo diese Flüssigkeit keinerlei Nutzen bringt.
Die adaptive Bildwiederholrate: der clevere Mittelweg für die meisten
Genau das ist die Aufgabe der adaptiven Bildwiederholrate (oft als LTPO bezeichnet): Das Display passt seine Frequenz automatisch an das an, was gerade angezeigt wird — hoch auf 120 Hz für flüssiges Scrollen oder eine Spielrunde, und deutlich niedriger für das Lesen von statischem Text oder die Anzeige des Sperrbildschirms. Über 90-120 Hz hinaus werden die Verbesserungen für die große Mehrheit der Nutzer kaum noch wahrnehmbar, was eine gut verwaltete adaptive Rate nützlicher macht als eine immer höhere Maximalzahl auf dem Datenblatt. Um Handys nach der tatsächlichen Displayqualität zu vergleichen, hilft die Bestenliste der besten Displays.